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Republik in Osteuropa, nördlichster der drei Baltischen Staaten zwischen Finnischem und Rigaischem Meerbusen an der Ostsee, 45 227 km², 1,33 Mio. Einwohner, Hauptstadt Tallinn (Reval).

Das seen- und waldreiche Estland lebt vorwiegend von Forst- und Landwirtschaft (u. a. Getreide, Kartoffeln, Milch) sowie Fischerei. Die Industrie ist nach Untergang des Ostblocks noch nicht wettbewerbsfähig. Bewohnt wird Estland von den namengebenden Esten, Russen stellen jedoch fast ein Drittel der Bevölkerung.

Das estnische Gebiet wurde zu Beginn des 13. Jh. christianisiert, im 14. Jh. vom Deutschen Orden kolonisiert und kam zwei Jh. später an Schweden. 1721 russisch geworden, erhielt Estland 1918 die Unabhängigkeit, verlor sie aber 1940 erneut an die UdSSR und im 2. Weltkrieg an das Deutsche Reich. Nach dem Krieg blieb es eine der Sowjetrepubliken. Estland erklärte 1990 die Unabhängigkeit, die nach Kämpfen 1991 von Moskau anerkannt wurde. Den meisten russischen Bürgern wurde jedoch die estnische Staatsangehörigkeit und damit das Wahlrecht verweigert, Konflikte im Inneren und mit Russland sind damit programmiert. Seit 2004 Mitglied der EU und der NATO, gute Wirtschaftsentwicklung.